Wenn Sie mit dem Gedanken spielen sich einen Hund anzuschaffen (oder sogar zu verschenken) gibt es einige “Rahmenbedingungen″ die vorab unbedingt zu klären sind. Bitte nehmen Sie sich die Zeit hierfür und seien Sie realistisch.

Mietvertrag
Wer in einem Eigenheim wohnt benötigt natürlich keine Genehmigung des Vermieters, aber anders schaut es in Mietobjekten aus. Genehmigt der Vermieter die Hundehaltung? Wenn Haustiere in Ihrem Mietvertrag nicht erwähnt sind, sollte unbedingt eine schriftliche Genehmigung zur Hundehaltung vom Vermieter eingeholt werden, um spätere Probleme auszuschließen.

Allergien
Bei kurzzeitigen Kontakt mit Hunden treten evtl. vorhandene Allergien nicht sofort auf.
Anders ist es beim Zusammenleben mit einem Hund. Ob eine Allergie vorliegt, sollte deshalb im Vorfeld abgeklärt werden.

Einkommen
Verfügt der Hundehalter über genug finanzielle Möglichkeiten um, neben den bekannten Ausgaben wie Hundefutter und Pflege, Hundesteuer, Hundehaftpflichtversicherung, Hundebetreuung, auch unkalkulierbare Kosten wie z. B. Tierarztbesuche tragen können?

Tägliche Betreuung
Hunde sind Rudeltiere und mögen das Alleinsein nicht. Gerade junge Hunde brauchen (neben den Ruhezeiten) auch intensiven Kontakt zu Menschen. Erwachsene Hunde können auch gut alleine bleiben aber auf keinen Fall den ganzen Tag. Ein Einzelhund sollte generell nie länger als fünf Stunden alleine gelassen werden.

Urlaub & Ausflüge
Wo bleibt der Hund während des Urlaubs? Gibt es im privaten Umfeld Personen die den Hund betreuen? Sind die Personen zuverlässig? Eine Alternative ist die Hundepension, aber auch hier sollte man sich bereits im Vorfeld über Aufnahmekriterien, Art der Unterbringung und Preise informieren.

Täglicher Auslauf
Nur mal eben bis zum nächsten Baum gehen reicht keinem Hund. Jeder Hund braucht mindestens zweimal täglich Auslauf, um seinen Bewegungsdrang auszuleben. Je nach Hunderasse und Temperament müssen täglich ein bis zwei Stunden eingeplant werden.

Langfristige Planung
Ein Hund ist schnell angeschafft aber Hunde werden im Durchschnitt zehn bis dreizehn Jahre alt und solange sollte der Hund auch bei (s)einem Herrchen bleiben dürfen.

Geduld bei der Erziehung
Gerade junge Hunde verlangen sehr viel Aufmerksamkeit. Welpen müssen teilweise pausenlos beobachtet werden, um eine schnelle Stubenreinheit zu erreichen. Hunde im Alter bis zu einem Jahr stellen ihre Besitzer oft vor ungeahnte Probleme. Ständiges anknabbern von Möbelstücken, verweigern von Hundefutter, Zerren an der Leine sowie permanentes Jammern bei Abwesenheit, sind nur einige Beispiele die Geduld und Durchhaltevermögen abverlangen.
Ein Hund für Kinder
Wenn im Haushalt auch Kinder leben sollte das Alter der Kinder bedacht werden. Erst ab drei Jahre entwickeln Kleinkinder überhaupt die Fähigkeit, den Hund wirklich als eigenständiges Lebewesen zu begreifen.

Hunderasse und Hundeverordnung
Für manche Hunderassen gibt es bestimmte Vorschriften. Meistens geht es um grundsätzliche Haltungseinschränkungen und Leinen- oder Maulkorbzwang. Da es aber je nach Bundesland unterschiedliche Hundeverordnungen gibt, sollten Sie sich bei Ihrem Ordnungsamt hierüber informieren.

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